Nach den fehlgeschlagenen Versuchen des Starts von Musudan-Raketen durch Nordkorea in letzter Zeit wird vermutet, dass die ballistische Mittelstreckenrakete strukturelle Mängel aufweist.
Nordkorea feuerte allein im April dreimal Musudan-Raketen ab. Beim ersten Versuch am 15. April explodierte die Rakete in der Luft, bevor sie ihre richtige Flugbahn erreichte.
Beim zweiten Versuch am 28. April stürzte die Rakete nur wenige Sekunden nach dem Start ab. Beim dritten Start am selben Tag stieg der Flugkörper zwar länger als eine Minute in die Höhe, explodierte jedoch schließlich in der Luft.
Die südkoreanischen Streitkräfte nehmen daher an, dass die Musudan-Rakete mit einem fehlerhaften Antrieb ausgestattet sei. Experten gehen ebenfalls von einer mangelhaften Konstruktion des Raketentyps aus, der auf einer sowjetischen Rakete basiert.
Angesichts einer Reihe misslungener Starts wird ein Rückschlag für das Vorhaben von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un erwartet, durch einen erfolgreichen Abschuss der Musudan-Rakete die Fähigkeit für die Beförderung nuklearer Sprengköpfe zu demonstrieren.