Das kriselnde Unternehmen Hyundai Heavy Industries hat neue Selbsthilfemaßnahmen beschlossen, die von den Gläubigern gebilligt wurden.
Das verlautete heute aus Industriekreisen.
Die Maßnahmen sollen 3,5 Billionen Won oder 2,94 Milliarden Dollar einbringen, unter anderem durch Vermögensveräußerungen und Entlassungen. Die Werft will dank dieser Maßnahmen trotz rückläufiger Auftragseingänge zahlungsfähig bleiben.
Die Maßnahmen wurden von den Finanzbehörden und den Gläubigern, angeführt von KEB-Hana Bank, bereits vorübergehend gebilligt. Zunächst sollen Aktien und nicht zum Kerngeschäft gehörendes Vermögen veräußert werden. Dazu soll es Entlassungen geben, um den Verschuldungsgrad bis 2018 auf unter 100 Prozent zu senken.
Ende März hatten die Schulden des Schiffbauers sieben Milliarden Dollar betragen, der Verschuldungsgrad 134 Prozent.
Das Unternehmen hatte seit September 2014 bereits Rettungsmaßnahmen im Wert von 3,3 Milliarden Dollar aufgelegt. Im ersten Vierteljahr konnte Hyundai Heavy Industries erstmals seit zehn Quartalen wieder schwarze Zahlen schreiben. Das Betriebsergebnis lag bei 325 Milliarden Won oder 270 Millionen Dollar.
Auch die nationalen Konkurrenten Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering Co. und Samsung Heavy Industries Co. wollen mit Selbsthilfemaßnahmen einen Weg aus der Krise finden.
Die drei größten südkoreanischen Schiffbauer hatten zusammen einen Betriebsverlust von 8,5 Billionen Won verbucht. Grund waren ein Kostenanstieg wegen Verzögerungen beim Bau von Offshore-Anlagen und eine Auftragsflaute.