Die Koreanische Zentralbank hat laut ihrem Chef den Leitzins gesenkt, um gegen eventuelle negative Folgen der Restrukturierung von Unternehmen für die Realwirtschaft und die Stimmung in der Wirtschaft vorsorglich vorzugehen.
Lee Ju-yeol führte im Anschluss an eine Sitzung des Währungsausschusses vor der Presse die Senkung des Schlüsselzinses auf die Einschätzung zurück, dass sich das Wirtschaftswachstum bei einem geringen Inflationsdruck künftig verlangsamen werde. Man habe es für wünschenswert gehalten, dass die Notenbank frühzeitig handele, um negative Folgen der Umstrukturierung abzufedern.
Er betonte, dass die Entscheidung nicht im Zuge der Regierungspolitik zur Umstrukturierung getroffen worden sei. Unabhängig von Konjunkturstimuli der Regierung habe die Zentralbank eigenständig die Wirtschaftssituation beurteilt und die Zinssenkung beschlossen.
Lee fügte hinzu, dass die Verschiebung einer Zinsanhebung in den USA auf die Zinssenkung Einfluss ausgeübt habe.
Zur Aufstockung des Kapitals staatlicher Banken für die Restrukturierung von Unternehmen hieß es, dass eine eventuelle Finanzierung durch die Notenbank erst dann erfolge, wenn die Regierung hafte.