Das südkoreanische Vereinigungsministerium hat Nordkoreas Vorschlag für eine nationale Zusammenkunft von Süd- und Nordkoreanern für die Wiedervereinigung als überholte Propagandaoffensive abgelehnt.
Nordkoreas Vorschlag stelle eine Wiederholung seiner bisherigen Position dar, sagte der Sprecher Jeong Joon-hee am Freitag vor der Presse. Der Norden habe die Wiedervereinigung durch ein Konföderationssystem und den Stopp der US-südkoreanischen Übungen gefordert, ohne eine Haltungsänderung zur Nuklearproblematik, dem größten Hindernis für den Frieden auf der koreanischen Halbinsel und die Wiedervereinigung, erkennen zu lassen.
Sollte sich Nordkorea aufrichtig eine Verbesserung der innerkoreanischen Beziehungen und die Wiedervereinigung der koreanischen Halbinsel wünschen, sollte es seine Position zur Denuklearisierung bekanntmachen und dies durch Taten zeigen, hieß es weiter.
Nordkorea hatte bei einer gemeinsamen Sitzung von Regierung, Parteien und Organisationen am Donnerstag in Pjöngjang vorgeschlagen, eine große nationale Versammlung für die Wiedervereinigung zu veranstalten, an der Vertreter von Regierungen, Parteien und Organisationen in Nord- und Südkorea teilnehmen.