Nach Angaben von südkoreanischen Staatsanwälten, die in der VW-Abgasaffäre ermitteln, hat der deutsche Autobauer in Korea Audi Volkswagen Korea auch Testberichte über Abgase und Lärm manipuliert.
Laut Ermittlern der Staatsanwaltschaft Seoul Mitte habe das Unternehmen dem südkoreanischen nationalen Institut für Umweltforschung 37 gefälschte Testberichte vorgelegt.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Berichte gegen Berichte, die zwischen August 2010 und Februar 2015 für andere Fahrzeuge durchgeführt wurden, ausgetauscht worden seien. Mit den manipulierten Testergebnissen soll der Verkauf von 26 Modellen genehmigt worden sein, darunter der Golf 2.0 GTD und der Audi RS7.
Die Staatsanwaltschaft will nächste Woche Zuständige des Unternehmens vorladen.
Vor kurzem hatte die Staatsanwaltschaft 956 Fahrzeuge von Audi und VW im Auslieferungszentrum in Pyeongtaek in der Provinz Gyeonggi beschlagnahmt. Davon sollen 606 Einheiten ohne gültige Genehmigung der Umweltbehörde importiert worden sein. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft habe Audi Volkswagen Korea zudem ohne Erlaubnis des Umweltministeriums willkürlich Schlüsselkomponenten ausgetauscht, die den Abgasausstoß von 50.000 Fahrzeugen beeinflusst hätten.