Wirtschaft
Steueramt untersucht 36 Personen wegen Versteckens von Auslandseinkommen
Write: 2016-06-15 12:00:47 / Update: 2016-06-15 16:16:10
Das nationale Steueramt hat wegen des Verdachts des Versteckens von Auslandseinkünften Steueruntersuchungen zu 36 Personen begonnen.
Sie hatten während der Frist für die freiwillige Meldung im März ihr Einkommen und Vermögen in Übersee nicht erklärt. Auf der Liste stehen auch Koreaner, die laut den Enthüllungen aus den Panama Papers in Steueroasen Briefkastenfirmen gegründet haben sollen.
Laut dem Steueramt gründeten diese Personen Briefkastenfirmen in Steueroasen, überwiesen Geld für scheinbare Investitionen und meldeten Verluste an. Auf diese Weise hätten sie Finanzmittel ins Ausland verbracht. Sie hätten zudem mittels Briefkastenfirmen Steuern für Gewinne aus Aktiengeschäften nicht gezahlt.
Das Steueramt will die in den Panama Papers genannten Personen im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit untersuchen. Bezüglich der Panama Papers führen derzeit die Steuerbehörden von OECD-Staaten gemeinsame Untersuchungen durch. 35 Länder einigten sich auf den Informationsaustausch. Wie verlautete, habe Südkorea beschlossen, sich an der Arbeitsgruppe zu beteiligen.
Das Steueramt teilte auch mit, nach der Erklärung eines Kampfs gegen die Offshore-Steuerhinterziehung im Januar rund 30 Steueruntersuchungen aufgenommen zu haben. 25 Untersuchungen seien inzwischen abgeschlossen und Steuern in Höhe von 271,7 Milliarden Won oder 230 Millionen Dollar eingetrieben worden.
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