Südkorea will seine Vorbereitungen auf einen möglichen Brexit, einen EU-Austritt Großbritanniens, verstärken.
Die Regierung nahm bei einer makroökonomischen Sitzung unter Leitung von Vizefinanzminister Choi Sang-mok in- und externe Risikofaktoren wie die Einfrierung des Leitzinses in den USA, die Brexit-Abstimmung und die private Verschuldung unter die Lupe. Anwesend waren Mitarbeiter der Finanzdienstekommission, der Zentralbank, der Finanzaufsicht und des Korea-Zentrums für Internationale Finanzen.
Die Sitzungsteilnehmer vertraten die Einschätzung, dass die Entscheidung der US-Zentralbank Fed für eine Einfrierung des Schlüsselzinses bereits erwartet worden sei.
Zugleich wurde die Besorgnis über die gestiegene Möglichkeit eines Brexit zum Ausdruck gebracht. Sollte der Austritt beim Referendum beschlossen werden, werde dies Unsicherheit schüren und ein Abwärtsrisiko für die Weltwirtschaft darstellen, hieß es.
Die Regierung beschloss, angesichts der Möglichkeit kurzfristig zunehmender Schwankungen am Devisen- und Finanzmarkt die Entwicklungen vor und nach der Brexit-Abstimmung rund um die Uhr zu überwachen.