Finanzminister Yoo Il-ho will im zweiten Halbjahr zusätzlich zur Erhöhung der Staatsausgaben nach Maßnahmen zur Verbesserung der Dynamik in einzelnen Bereichen streben.
Das sagte Yoo bei einem Treffen mit den Leitern führender Forschungsinstitute in Seoul.
Die Regierung werde gegen den Rückgang des Exports und der Binnennachfrage sowie Konjunktur- und Beschäftigungsrisiken infolge des Abschwungs der Weltwirtschaft und der Restrukturierung von Unternehmen vorgehen. Sie wolle sich im Rahmen der Verstärkung der Wirtschaftsdynamik und der Strukturreform dafür einsetzen, Arbeitsplätze zu schützen und neue Stellen zu schaffen, betonte Yoo.
Zur aktuellen Wirtschaftssituation hieß es, dass die Lage sich seit März nach und nach verbessere. Dank der Vorziehung von Staatsausgaben, der gesenkten speziellen Verbrauchssteuern und des Ersatzfeiertags erhole sich die Binnennachfrage, auch das Problem des Exportrückgangs werde allmählich gelindert, sagte Yoo.
Der Finanzminister betonte zugleich, dass die Erholungstendenz noch zu schwach sei, um für die Bürger spürbar zu sein. Er erwartete, dass die in- und externen Wirtschaftsbedingungen auch im zweiten Halbjahr nicht günstig sein würden. Er wies auf die wachsende Unsicherheit am globalen Finanzmarkt und ein Abwärtsrisiko für Binnenkonjunktur und Beschäftigung im Zuge der Umstrukturierungen hin.