Die südkoreanische Regierung überwacht die Entwicklungen am Finanzmarkt rund um die Uhr, um auf mögliche Schocks wegen des Ausgangs des Brexit-Referendums gewappnet zu sein.
Das Finanzministerium eröffnete am Freitagvormittag eine Dringlichkeitssitzung zur Makroökonomie, an der Vertreter von Finanzdienstekommission und Zentralbank teilnehmen. Die Teilnehmer prüfen derzeit den Stand der Abstimmung sowie die Situation am Markt und arbeiten Maßnahmen für einzelne Szenarien aus.
Die Regierung will die Überwachung zu jeder Zeit fortsetzen, da der Aktien- und der Devisenmarkt unmittelbar nach dem Handelsstart um 9 Uhr stark vom Brexit-Referendum beeinflusst werden könnten.
Sollte Großbritannien einen Austritt aus der Europäischen Union beschließen, werden beträchtliche Schocks für den südkoreanischen Finanzmarkt befürchtet. Britisches Kapital in Höhe von über 36 Billionen Won oder 31 Milliarden Dollar sowie auch Investitionen aus weiteren Ländern könnten abgezogen werden, als dessen Folge könnte der Leitindex Kospi auf unter 1.900 Zähler fallen. Der Won-Dollar-Wechselkurs wird voraussichtlich auf mehr als 1.200 Won pro Dollar steigen.
Sollte sich ein Brexit abzeichnen, will die Regierung umgehend Maßnahmen zur Stabilisierung des Markts einleiten.