Die Entscheidung der Briten für einen Austritt aus der EU hat die koreanische Börse auf Talfahrt geschickt.
Der Leitindex Kospi beendete den Handel 3,09 Prozent tiefer bei einem Stand von 1.925,24 Zählern. Der Technologieindex Kosdaq verlor 4,76 Prozent auf 647,16 Punkte.
Im Tagesverlauf hatte das Referendum für Schwankungen am südkoreanischen Finanzmarkt gesorgt.
Unmittelbar nach dem Handelsstart kletterte der Leitindex angesichts einer zu dem Zeitpunkt noch großen Wahrscheinlichkeit eines EU-Verbleibs Großbritanniens auf über 2.000 Zähler. Als gegen 9.30 Uhr ein erster wichtiger Zwischenstand bekannt wurde und sich abzeichnete, dass der Brexit mehr Befürworter hat, setzte jedoch eine Talfahrt ein.
Der Devisenmarkt kam ebenfalls ins Schwanken. Ein Dollar wurde bei Handelsende zu 1.179,9 Won gehandelt, nach 1.150,2 Won am Donnerstag.
Die Regierung beriet am Freitagvormittag auf einer Sitzung zur Makroökonomie unter Leitung von Vizefinanzminister Choi Sang-mok über die Lage. An der Runde waren auch Vertreter von Finanzdienstekommission und Zentralbank beteiligt.
Bei starken Veränderungen am Devisenmarkt will die Regierung gemäß den für die einzelnen Situationen gedachten Einsatzplänen umgehend Maßnahmen zur Stabilisierung des Marktes ergreifen.