Südkorea zieht ein bilaterales Freihandelsabkommen mit Großbritannien als Reaktion auf dessen Austritt aus der Europäischen Union in Betracht.
Außenminister Yun Byung-se sagte am Freitag zu Parlamentariern während einer Sitzung des parlamentarischen Komitees zur Außenpolitik und Wiedervereinigung, dass sein Ministerium in Abstimmung mit dem Handelsministerium "verschiedene Maßnahmen" ausarbeiten werde, darunter ein Freihandelsabkommen zwischen Südkorea und Großbritannien, nachdem die Briten sich in einem historischen Referendum am Donnerstag dazu entschieden haben, die EU zu verlassen.
Er sagte, dass sie nach der Durchführung einer eingehenden Analyse mittels Gesprächen mit der EU oder den zuständigen Organisationen weitere Schritte einleiten würden.
Das Freihandelsabkommen zwischen Südkorea und der EU ist im Jahr 2011 in Kraft getreten.
Ein Beamter des Ministeriums sagte zudem, dass Südkorea die Entscheidung des britischen Volkes respektiere und seine Partnerschaften sowohl mit Großbritannien als auch der EU vertiefen werde, um sicherzustellen, dass die Entscheidung keine Auswirkungen auf Seouls diplomatische Beziehungen mit Europa hat.