Der Chef der südkoreanischen Finanzdienstekommission (FSC) hat die Gefahr einer Krise des globalen Finanzsystems wegen des Brexit als gering eingestuft.
Für den Vollzug des Austritts Großbritanniens aus der EU werde viel Zeit gebraucht, sagte Yim Jong-yong bei einer Sitzung zu Maßnahmen wegen der Entscheidung der Briten. Einige Beobachter rechneten mit mehr als fünf Jahren.
Der Brexit unterscheide sich von der Krise wegen Lehman Brothers im Jahr 2008 und der Herabstufung der Bonität der USA im Jahr 2011, bei denen das Finanzsystem unmittelbar Schaden genommen habe. Diesmal werden abhängig von den jeweiligen Handelsbeziehungen mit Großbritannien und der EU unterschiedliche Einflüsse entstehen, hieß es.
Zugleich warnte er vor verschiedenen Einflussfaktoren wie dem Austritt weiterer Länder aus der EU und vor der Möglichkeit einer weiteren Zunahme von Schwankungen am Finanzmarkt. Er forderte, die gründliche Überwachung der Lage aufrechtzuerhalten, da in- und ausländische Finanzmärkte selbst beim geringsten Anlass instabil werden könnten.