Nach Einschätzung des südkoreanischen Vereinigungsministeriums hat Nordkorea die Machtstruktur des Zeitalters von Kim Jong-un vervollständigt.
Die Äußerung wurde hinsichtlich der Ernennung von Kim Jong-un zum Vorsitzenden der Kommission für Staatsangelegenheiten, ein neu gegründetes Staatsorgan, bei der Sitzung der Obersten Volksversammlung am Mittwoch gemacht.
Zunächst sei in der Partei und nun auch in der Staatsorganisation anscheinend eine Machtstruktur im Stile von Kim Jong-un geschaffen worden, gab das Ministerium am Donnerstag bekannt. Bei der Sitzung der Volksversammlung habe es sich im Allgemeinen darum gehandelt, Folgemaßnahmen nach dem siebten Parteitag zu ergreifen.
Trotz der Gründung der Kommission für Staatsangelegenheiten anstelle der Nationalen Verteidigungskommission habe sich hinsichtlich der Machtkonzentration kaum etwas geändert. Vermutlich sei versucht worden, Nordkorea zu einem normalen Staat im Partei-Staat-System zu entwickeln. Durch die Gründung der Kommission für Staatsangelegenheiten sei ein umfassendes Organ für Politikgestaltung geschaffen worden, hieß es weiter.
Ein Regierungsvertreter äußerte, Nordkorea wolle anscheinend die Politik und den Kurs der Partei durch die Kommission für Staatsangelegenheiten, ein Staatsorgan, konkretisieren und umsetzen lassen. Nordkorea wolle vermutlich die Rolle der neuen Kommission neben den Funktionen der Verteidigungskommission auf die Bereiche Außenpolitik, Wiedervereinigung und Wirtschaft erweitern.