Angesichts der Möglichkeit eines plötzlichen Wasserabflusses aus einem grenznahen Damm Nordkoreas wegen heftiger Regenfälle will Südkorea mit einem vierstufigen Warnsystem vorgehen.
Die Regierung will nach der Anleitung für das Katastrophenmanagement im Grenzgebiet Warnungen ausgeben. Die Anleitung wurde 2010 ausgearbeitet, nachdem 2009 sechs Camper am Fluss Imjin wegen eines unangekündigten Wasserabflusses durch Nordkorea gestorben waren.
Demnach gilt die Warnstufe “attention”, sollte der Pegel an der Abflussmessstelle Hwangsan am Fluss Imjin 7,5 Meter überschreiten oder der Wasserstand am südkoreanischen Friedensdamm am Nördlichen Han-Fluss über 210 Meter betragen.
Die nächste Warnstufe „caution“ wird ausgegeben, sollte der Wasserstand an der Messstelle Hwangsan über zwölf Meter und der am Friedensdamm über 246,6 Meter liegen. Die Warnung gilt auch, wenn Anzeichen für einen plötzlichen Anstieg des Wasserpegels an zwei grenznahen Dämmen Nordkoreas, Hwanggang und Imnam, beobachtet werden.
Die Warnstufe „alert“ gilt, wenn es am Rückhaltebecken Gunnam oder am Friedensdamm zu einem Wasserüberlauf kommt oder wenn Anzeichen für eine Beschädigung der Hwanggang- und Imnam-Dämme beobachtet werden.
Die höchste Stufe „serious“ wird ausgegeben, sollte es neben einer Überschwemmung Anzeichen für einen Kollaps der beiden nordkoreanischen Dämme geben.