Seit der Machtübernahme von Kim Jong-un in Nordkorea steigt laut einem Bericht das Interesse am Devisenerwerb durch die Zwangsarbeit in Übersee.
Das jährliche Volumen der durch nordkoreanische Arbeiter in Polen erworbenen Devisen habe die Hälfte des letztjährigen Handelsvolumens zwischen Nordkorea und der Europäischen Union von 30 Millionen Euro überschritten, steht in einem Bericht eines Forschungsteams der Universität Leiden.
Wegen der in letzter Zeit verhängten Sanktionen gegen Nordkorea werde der Devisenerwerb durch Zwangsarbeit zunehmend wichtiger. Angesichts des geringen Umfangs des Bruttoinlandsprodukts und der sehr begrenzten Geldquellen könnte Nordkorea diese Methode zum Erhalt von Bargeld nicht ignorieren, hieß es.
Die Entsendung von Arbeitern durch Nordkorea könnte sich nicht nur in Europa sondern auch in anderen Regionen fortsetzen, wurde in dem Bericht gewarnt. Auch wurden andere Länder aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen.