Wirtschaft
Volkswagen Korea will Information durch Regierung abwarten
Write: 2016-07-12 13:34:18 / Update: 2016-07-12 15:02:25
Audi Volkswagen Korea will eine Information durch die südkoreanische Regierung abwarten, ehe im Abgasskandal offiziell reagiert wird.
Bislang sei das Unternehmen nicht über administrative Maßnahmen unterrichtet worden. Eine Antwort, darunter mögliche rechtliche Schritte, werde es geben, sobald eine Mitteilung des Umweltministeriums vorliegt.
Das Unternehmen äußerte Bedenken, dass diskutierte Strafen, wie ein Verkaufsverbot und die Streichung von Registrierungen, den weiteren Verkauf von Autos in Südkorea nahezu unmöglich machten.
Laut einem Unternehmenssprecher von VW Korea seien in den vergangenen zehn Jahren rund 250.000 Einheiten verkauft worden. Sollten 100.000 bis 150.000 Fahrzeuge von einem Verkaufsstopp oder Rückrufmaßnahmen betroffen sein, könne das Südkorea-Geschäft nicht aufrechterhalten werden.
Am Montag hatte das Umweltministerium bekannt gegeben, dass eine Unterbrechung der Verkäufe von VW oder andere verwaltungsbezogene Maßnahmen geplant seien. Damit werde auf gefälschte Berichte zu Lärm, Kraftstoffeffizienz und Abgasausstoß reagiert.
Laut dem Ministerium bestehe im Zusammenhang mit 30 Modellen von VW und Audi, die seit 2007 in Südkorea verkauft wurden, der Verdacht auf Unregelmäßigkeiten.
Zwar liegen keine offiziellen Zahlen vor, doch gehen Beobachter von 100.000 bis 150.000 Fahrzeugen aus, die unter administrative Maßnahmen fallen. Das entspräche 40 bis 60 Prozent aller seit 2007 verkauften Fahrzeuge von Audi und VW, die seit 2007 im südkoreanischen Markt verkauft wurden.
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