Südkorea hat den Mindestlohn für 2017 auf 6.470 Won angehoben.
Der am Samstag vom Arbeitsministerium bekannt gegebene neue Mindestlohn von umgerechnet 5,70 Dollar pro Stunde stellt eine Anhebung um sieben Prozent verglichen mit diesem Jahr dar.
Pro Tag entspricht das 51.760 Won und bei 209 Arbeitsstunden 1,35 Millionen Won im Monat.
Von dem neuen Mindestlohn werden nach Schätzungen des Arbeitsministeriums 3,36 Millionen Arbeiter profitieren.
Die Entscheidung wurde getroffen, obwohl im Mindestlohnausschuss keine Einigung zustande kam. Die neun Mitglieder des Gremiums, Vertreter von Arbeitnehmern, Arbeitgebern und der Öffentlichkeit, sind mit dem Tarifabschluss nicht zufrieden.
Man habe eine Anhebung um das Doppelte oder sogar 10.000 Won erwartet, hieß es aus dem Gewerkschaftsdachverband FKTU. Mit der Entscheidung seien diejenigen, die unter geringen Einkommen litten, nicht angemessen berücksichtigt worden.
Die Vereinigung der Arbeitgeber monierte, dass der Anstieg der Löhne um 7,3 Prozent vor allem für kleine Unternehmen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine zusätzliche Belastung darstelle.
Das Arbeitsministerium, das die Arbeit des Ausschusses überwacht, wird den neuen Mindestlohn offiziell am 5. August bekannt geben. Gewerkschaften und Arbeitgeber haben 20 Tage Zeit, Einspruch einzulegen.