Eine japanische Zeitung hat erstmals Einzelheiten des Testaments von Kim Jong-il, Vater von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un, bekannt gegeben.
„Mainichi Shimbun“ berichtete, dass das Testament des im Dezember 2011 verstorbenen langjährigen nordkoreanischen Staatsführers der Zeitung vorliege. Das Dokument sei im Band 25 der erweiterten Auflage der Sammlung von Kim Jong-il enthalten, die am 28. August letzten Jahres herausgegeben wurde. Die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA hatte im Januar über die Veröffentlichung der Sammlung berichtet.
Laut dem Untertitel handelt es sich um die Gespräche zwischen Kim Jong-il und Kadern des Zentralkomitees der Arbeiterpartei am 8. Oktober und 15. Dezember 2011, zwei Tage vor Kims Tod. Kim forderte, dass die Volksarmee ein striktes Befehl- und Kommandosystem schaffe, in dem sie unter dem Befehl von Kim Jong-un geschlossen handele. Er verlangte von den Parteikadern Reinheit und forderte, Andersdenkende vollständig auszugrenzen.
Südkoreanische Medien hatten im Januar 2013 berichtet, dass die südkoreanische Regierung ein Dokument über die sogenannten letzten Belehrungen von Kim Jong-il vom 8. Oktober erhalten habe. Darin wurden diplomatische Strategien erwähnt.
In dem der „Mainichi Shimbun“ vorliegenden Dokument steht die Machtübergabe an Kim Jong-un im Mittelpunkt.