Nordkorea hat laut Südkoreas Streitkräften durch den Fluss Han Flugblätter in den Süden geschickt.
Der Vereinigte Generalstab teilte mit, dass ein Patrouillenteam der Marineinfanterie am 22. Juli am Fluss Han nahe Gimpo mehrere Dutzende von Plastiktüten eingesammelt habe. Darin seien gegen Südkorea gerichtete Flugblätter enthalten gewesen.
Laut Untersuchungen durch die zuständigen Behörden wird davon ausgegangen, dass Nordkorea die Plastiktüten nördlich von Gimpo absichtlich in den Fluss geworfen hat. Auf den Flugblättern werde der Jahrestag des Waffenstillstandsabkommens fälschlicherweise als Jubiläum des Sieges Nordkoreas im Koreakrieg dargestellt. Auch drohe Nordkorea mit Angriffen mittels Musudan-Raketen, hieß es.
Es sei das erste Mal, dass Nordkorea versucht habe, anti-südkoreanische Flugblätter auf dem Fluss Han in den Süden zu schicken, so ein Vertreter des Generalstabs. Grund sei vermutlich, dass Windrichtungen es im Sommer erschwerten, Flugblätter mit Luftballons zu verschicken.
Der Vereinigte Generalstab betonte, dass die gefundenen Flugblätter ein weiterer Beweis für Provokationen Nordkoreas seien, um Verwirrung und Spaltung in der südkoreanischen Gesellschaft zu schüren. Man habe die Überwachung und die Alarmbereitschaft verstärkt.