Die Zahl der nach Südkorea geflüchteten Nordkoreaner ist im laufenden Jahr deutlich gestiegen.
Laut dem Vereinigungsministerium reisten von Januar bis Ende Juli 815 nordkoreanische Flüchtlinge in Südkorea ein. Das seien 15,6 Prozent mehr, verglichen mit demselben Vorjahreszeitraum.
Damit wurde erstmals seit der Machtübernahme von Kim Jong-un in Nordkorea Ende 2011 ein drastischer Zuwachs verzeichnet.
In letzter Zeit stieg zudem die Zahl der Fluchten von Elitemitgliedern Nordkoreas deutlich an. Beobachter vermuten dahinter zugenommene Unsicherheitsfaktoren im Regime von Kim Jong-un.
Laut dem Datenbankzentrum für nordkoreanische Menschenrechte habe der Anteil der nordkoreanischen Flüchtlinge seit Jahren zugenommen, die bei Befragungen antworteten, dass sie in Nordkorea zur Mittelschicht und einer oberen Schicht gehört hätten. Die Quote sei in jüngster Zeit noch gestiegen.
Es wird erwartet, dass die gesamte Zahl der nordkoreanischen Flüchtlinge in Südkorea im Oktober oder November die 30.000er-Marke übersteigen wird.