Eine der beiden ballistischen Raketen, die Nordkorea heute gezündet hat, ist etwa 1.000 Kilometer geflogen und ins Meer vor Japan abgestürzt. Eine andere sei direkt nach dem Start zur Explosion gelangt.
So lautet eine Analyse des Vereinigten Generalstabs der südkoreanischen Streitkräfte.
Demzufolge habe Nordkorea am heutigen Mittwoch gegen 7.50 Uhr in der Umgebung von Unyul in der Provinz Süd-Hwanghae zwei ballistische Raketen ins Ostmeer zwischen Korea und Japan geschossen. Dabei handelte es sich anscheinend um das Modell Rodong.
Japans Verteidigungsminister Ken Nakatani sagte vor der Presse, die Rakete sei anscheinend in die Exklusive Wirtschaftszone (EEZ) Japans gestürzt. Ken drückte tiefstes Bedauern der japanischen Regierung aus. Es ist das erste Mal, dass eine nordkoreanische Rakete in die Exklusive Wirtschaftszone Japans geflogen ist.
Die nordkoreanische Rakete des Typs Rodong kann bis zu 1.300 Kilometer weit fliegen. Südkoreas Militär geht davon aus, dass Nordkorea dadurch seine Schlagkraft gegenüber seinen Nachbarländern demonstrieren wolle.
Das Militär und das Vereinigungsministerium haben Nordkoreas Raketenstarts erneut als eine Verletzung der UN-Resolutionen verurteilt, die Nordkorea jeglichen Raketentest untersagen.
Seit Machtübernahme Kim Jong-uns Ende 2011 hat Nordkorea über 30 Mal Raketen getestet. Es war der vierte Raketenstart Nordkoreas innerhalb der letzten zwei Wochen.