Ein Beamter des südkoreanischen Außenministeriums hat die gescheiterte Annahme einer Presseerklärung des UN-Sicherheitsrats zu den jüngsten Raketenstarts Nordkoreas bedauert.
Er finde es sehr bedauerlich, sagte der Beamte am Mittwoch. Der Weltsicherheitsrat gehe in letzter Zeit nicht geschlossen gegen wiederholte Verletzungen der Ratsresolutionen durch Nordkorea vor, da ein Teil der Ratsmitglieder andere Ansichten vertrete.
Damit war offenbar China gemeint. Laut AFP und Reuters forderte China, eine Passage in die Erklärung aufzunehmen, mit der Widerstand gegen die Stationierung des Raketenabwehrsystems THAAD in Südkorea zum Ausdruck komme.
Ein anderer Vertreter des Außenministeriums betonte, es sei wie „das Pferd beim Schwanz aufzuzäumen“, dass man gegen eine Maßnahme zur Selbstverteidigung Einwände erhebe, mit der der Bedrohung durch Nordkoreas Atomwaffen und Raketen begegnet werden müsse. Seoul hoffe, dass China als ständiges Ratsmitglied eine verantwortungsvolle Rolle spiele.
Nach den Starts von Rodong-Raketen Nordkoreas am 3. August legten die USA einen Erklärungsentwurf zur Verurteilung des Schritts den Mitgliedern des Weltsicherheitsrats vor. China hatte am 8. August gefordert, eine Passage gegen die THAAD-Stationierung aufzunehmen. Wie verlautete, hätten die USA die Forderung abgelehnt, somit konnte keine Erklärung angenommen werden.