Der geflüchtete Gesandte an der nordkoreanischen Botschaft in London, Thae Yong-ho, soll laut einer nordkoreanischen Flüchtlingsgruppe über die meisten Informationen über nordkoreanische Geldquellen in Europa verfügen.
Die entsprechende Äußerung machte Kim Joo-il, der Generalsekretär der Internationalen Solidarität der nordkoreanischen Überläufer.
Kim sagte, dass die nordkoreanischen Botschaften in Europa die finanzielle Unterstützung für die Kinder von Kim Jong-il, die in Europa gelebt hatten, arrangiert hätten. Daher sei Thae vermutlich in solche Vorgänge verwickelt gewesen.
Ein Teil der nordkoreanischen Flüchtlinge in Großbritannien sagte, dass man bereits vor 15 Tagen Spuren der Flucht des Diplomaten wahrgenommen habe. Die südkoreanische Regierung gab am Mittwoch Thaes Einreise in Südkorea bekannt. Thaes Flucht sei ein Schock, da er an der Botschaft für die ideologische Bildung zuständig gewesen sei und auch nordkoreanische Flüchtlinge überwacht habe.
Schulkameraden von Thaes jüngerem Sohn, Kum-hyok, äußerten, dass er sehr gut in Mathematik gewesen sei. Er sei jedoch introvertiert und habe nur wenige Freunde in der Schule gehabt. Er sei seit zwei Monaten dem Unterricht häufig ferngeblieben und habe dies mit wichtigen Familienangelegenheiten begründet.