Nordkorea führt eine Inspektion und eine Neuordnung seiner diplomatischen Vertretungen im Ausland durch.
Die von der Arbeiterpartei und den Ministerien für Staatssicherheit und Volkssicherheit entsandten Zensurteams hätten eine groß angelegte Inspektion in rund 50 diplomatischen Vertretungen und gegenüber Handelstreibenden begonnen, teilte eine über Nordkorea gut informierte Quelle mit.
Wie verlautete, seien zudem Diplomaten und Firmenmitarbeiter ins Heimatland zurückbeordert worden. Die Arbeit sei deshalb fast lahmgelegt.
Es wird erwartet, dass Diplomaten, die wie der jüngst nach Südkorea übergelaufene Gesandte Thae Yong-ho alle Söhne ins Ausland mitgebracht haben, als Erste bestraft werden. Denn dies stellt einen Verstoß gegen die entsprechende Anweisung von Staatsgründer Kim Il-sung dar.
Die Inspektoren werden voraussichtlich die Zahlungen jeder Vertretung für die Staatskasse und unerlaubtes Fehlen unter die Lupe nehmen, um solche Beschäftigte herauszufinden, bei denen die Gefahr des Überlaufens besteht.
Wie verlautete, erfolge die Zensur zentraler Machtorgane in Pjöngjang gleichzeitig, wegen ihrer Verantwortung für die Kontrolle und Überwachung.