Nach Rekord-Regengüssen im Nordosten Nordkoreas sind allein in einem Bezirk der Stadt Hoeryong über 200 Einwohner gestorben oder vermisst gegangen.
Der Pegel des Flusses Tumen sei plötzlich angestiegen und habe Kangan-dong in Hoeryong in der Provinz Nord-Hamgyeong überflutet, sagte Kim Dong-nam, der Chef einer Organisation nordkoreanischer Flüchtlinge dem US-Radio Free Asia (RFA).
Seines Wissens seien über 200 Vermisste und Todesopfer gemeldet worden. Dort hätten rund 1.000 Einwohner gelebt, sagte er unter Berufung auf Bewohner der Stadt.
Überlebende aus Kangan-dong und Obdachlose aus weiteren Bezirken seien derzeit in Zelten im Stadion von Hoeryong unterbracht. Die Stromversorgung sei unterbrochen, was zum Stopp der Wasserversorgung geführt habe. Das Telefonieren sei ebenfalls unmöglich, sage Kim weiter.
RFA meldete unter Berufung auf die Nachrichtenagentur AP, dass das UN-Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten bekannt gegeben habe, dass bei schweren Regenfällen und Hochwasser als Folge des Taifuns Lionrock in Nord-Hamgyeong 133 Todesopfer und 395 Vermisste gemeldet worden seien.