Innerkoreanisches
Regierung erwägt zusätzliche Hilfe für aus Kaesong vertriebene Unternehmen
Write: 2016-12-08 13:50:03 / Update: 2016-12-08 14:39:46
Die südkoreanische Regierung erwägt zusätzliche Hilfe für die aus dem innerkoreanischen Industriekomplex Kaesong vertriebenen Unternehmen.
Weg des erzwungenen Auszugs kriselnde Unternehmen sollen Finanzhilfe in Höhe von 6,6 Milliarden Won oder 5,7 Millionen Dollar erhalten, hieß es aus dem Vereinigungsministerium.
Die Unternehmen sollen 5,1 Milliarden Won als Ausgleich für verloren gegangene Investitionen erhalten. 1,5 Milliarden Won sollen als Entschädigung an Arbeitnehmer überwiesen werden.
Vor sechs Monaten hatte die Regierung bereits Unterstützung im Wert von 520 Milliarden Won versprochen. Mit dem Geld sollte den mittelständischen Unternehmen eine Wiederaufnahme der Produktion an einem anderen Standort und den Arbeitern die Suche nach neuer Arbeit ermöglicht werden.
Die zusätzliche Hilfe sei beschlossen worden, nachdem sich gezeigt habe, dass die Unternehmen hohe Verluste wegen verloren gegangener Investitionen verbuchten, teilte ein Beamter des Ministeriums mit.
Der Industriekomplex in Nordkorea nahe der Grenze wurde im Februar dieses Jahres endgültig geschlossen. Die südkoreanische Regierung reagierte mit dem Rückzug auf Nordkoreas Streben nach Atomwaffen und Trägerraketen.
Die Zone war ein Symbol des innerkoreanischen Austausches. Seit 2004 hatten dort nordkoreanische Arbeiter für südkoreanische Unternehmen gearbeitet. Für den Norden stellte der Kaesong-Komplex eine wichtige Einnahmequelle dar. Hardliner in Südkorea hatten immer wieder gewarnt, dass die Devisen auch in Nordkoreas Atom- und Raketenprogramme fließen könnten.
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