Laut einer Studie werden in Nordkorea 404 amtlich genehmigte Märkt betrieben.
Entsprechende Studienergebnisse wollen vier Forscher vom Koreanischen Institut für nationale Wiedervereinigung (KINU) in Seoul bei einem Seminar am Freitagnachmittag veröffentlichen.
Sie untersuchten die Verbreitung der offiziellen Märkte in Nordkorea und deren Betrieb anhand von Satellitenkarten von Google Earth und Interviews mit nordkoreanischen Flüchtlingen sowie Umfragen.
Es gebe 404 legale Märkte in Nordkorea, die sich von inoffiziellen Märkten „Jangmadang“ unterscheiden. Jeder Markt habe 56.669 potenzielle Verbraucher, hieß es.
Nach Regionen betrachtet ist die Provinz Süd-Pyongan mit 65 Märkten Spitzenreiter. Dahinter folgen Nord-Pyongan mit 51, Süd-Hamgyong mit 48 und Nord-Hamgyong mit 46.
Das Forscherteam schätzte die Zahl der Beschäftigten auf diesen Märkten auf 1,09 Millionen. Nordkoreas Behörden würden als Nutzungsgebühren für Verkaufsstände an den offiziellen Märkten 1,44 Milliarden bis 1,84 Milliarden nordkoreanische Won am Tag einkassieren, hieß es weiter.
Nordkorea hatte im Jahr 2003 begonnen, Märkte offiziell zuzulassen.