Die US-amerikanische Regierung hat sich von der geplanten Besichtigung nordkoreanischer Atomanlagen durch eine private US-Delegation deutlich distanziert.
Die US-Regierung sei nicht in die Pläne involviert, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses. Weder Personen noch Organisationen, die außerhalb des Rahmens der Sechser-Nukleargespräche agieren, verträten die Regierung in Washington, hieß es.
Die US-Tageszeitung „USA Today“ hatte gestern gemeldet, dass eine US-Delegation nächste Woche den umstrittenen nordkoreanischen Reaktorkomplex in Yungbyun besichtigen werde. Zu den Delegierten zählten unter anderem der ehemalige Direktor des Atomlabors in Los Alamos, Sig Hecker, und ein China-Experte der kalifonischen Stanford-Universität.
Damit würden Nordkoreas Atomanlagen erstmals seit Ende 2002 für ausländische Besucher geöffnet werden.