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Früherer Nordkorea-Sonderbotschafter Pritchard warnt vor falschem US-Kurs gegenüber Nordkorea
Write: 2004-01-22 00:00:00 / Update: 0000-00-00 00:00:00
Der frühere Sonderbotschafter der USA für die Nordkorea-Frage Jack Pritchard hat die US-Regierung zu einem Kurswechsel in der Nordkorea-Frage aufgefordert.
Die Bush-Administration müsse einerseits direkte Gespräche mit Nordkorea aufnehmen. Andererseits sollten innerhalb der Regierung Meinungsverschiedenheiten über die Nordkorea-Politik abgebaut werden. Dafür sollte ein einflussreicher Politiker, wie der ehemalige Verteidigungsminister William Perry zum Koordinator für die Nordkorea-Politik ernannt werden.
Pritchard, der Ende Dezember als Mitglied einer privaten Expertendelegation Nordkorea besucht hatte, warnte in einem Kommentar der Tageszeitung „New York Times“ vor einem Zusammenbruch der Sechs-Nationen-Gespräche über das nordkoreanische Atomprogramm.
Wenn die zweiten Atomgespräche scheiterten, könne Nordkorea offiziell seinen Atomwaffenbesitz erklären. Dies könne dazu führen, dass sich vier Länder außer den USA, nämlich Südkorea, Japan, Russland und China, dazu gezwungen sähen, einen nordkoreanischen Atomwaffenbesitz zu akzeptieren.
Wie Pritchard weiter schrieb, habe der nordkoreanische Vizeaußenminister Kim Gae-kwan gesagt, dass das atomare Potenzial Nordkoreas mit der Zeit sowohl qualitativ als auch quantitativ wachsen werde. Pritchard bezeugte, dass die 8000 Altbrennstäbe in Atomanlagen in Yongbyon komplett verschwunden seien. Dies sei ein Beweis dafür, dass Kim sich nicht bloß aufzuspielen versuche.
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