Nordkorea hat nach eigenen Angaben heute erfolgreich eine Interkontinentalrakete (ICBM) gestartet.
Die Hwasong-14 sei unter den Augen von Machthaber Kim Jong-un gestartet worden, meldete Nordkoreas staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Kim habe einen Befehl für den Test unterzeichnet, hieß es.
Die Rakete soll eine Höhe von 2.802 Kilometern erreicht und während eines 39-minütigen Flugs 933 Kilometer zurückgelegt haben, ehe sie ihr Ziel im Ostmeer getroffen habe.
Der erfolgreiche Start der ICBM im ersten Versuch sei das letzte Tor zur Vervollständigung der atomaren Streitmacht. Nordkorea sei nun eine vollwertige Atommacht, die über ICBM verfüge, die Ziele an jedem Ort der Welt treffen könnten, meldete KCNA weiter.
Aus Kreisen der südkoreanischen Streitkräfte hieß es, dass die Rakete bis zu 2.300 Kilometer hoch aufgestiegen sei. Würde die Rakete im Standardwinkel abgefeuert, könnte sie rund 6.000 Kilometer weit fliegen.
Die US-Streitkräfte stuften die Rakete als landgestützte Mittelstreckenrakete ein.
Nordkoreas Machthaber hatte in seiner Neujahrsansprache behauptet, dass sein Land in die letzte Phase der Entwicklung einer ICBM eingetreten sei, die das US-Festland treffen könnte.
Seit dem Amtsantritt von Präsident Moon Jae-in in Südkorea am 9. Mai hat Nordkorea bereits sechs Raketenversuche durchgeführt.