Laut einem UN-Bericht leben die Nordkoreaner viel kürzer als die Südkoreaner.
Die UN-Abteilung für Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten veröffentlichte jüngst eine Revision des Jahres 2017 zu ihren Weltbevölkerungsaussichten. Darin stehe, dass die durchschnittliche Lebenserwartung der Einwohner in Nordkorea 71,9 Jahre betrage, berichtete der US-Auslandsdienst Voice of America (VOA) am Dienstag.
Sie sei um 10,5 Jahre kürzer als die durchschnittliche Lebenserwartung der Südkoreaner. Verglichen mit den Chinesen und den Japanern würden Nordkoreaner um 4,6 und zwölf Jahre kürzer leben.
Bis Anfang der 1990er Jahre wiesen beide Koreas keinen bedeutsamen Unterschied bei der Lebenserwartung auf. Die Lebenserwartung der Nordkoreaner betrug 70 Jahre und war etwa um drei Jahre kürzer.
VOA führte den zugenommenen Unterschied auf die Naturkatastrophen Mitte der 1990er Jahre in Nordkorea und die Wirtschaftsnot als deren Folge sowie den Zusammenbruch des Gesundheits- und Medizinsystems zurück.