Der jüngst aus Nordkorea freigelassene kanadische Pastor Lim Hyeon-soo hat über seine 31-monatige Gefangenschaft in dem kommunistischen Land berichtet.
Der Pastor mit koreanischen Wurzeln erschien am Sonntag (Ortszeit) erstmals nach seiner Freilassung in der Öffentlichkeit. Während eines Gottesdienstes in der Kirche Light Presbyterian Church im kanadischen Mississauga sagte Lim, dass er im Winter in gefrorener Erde eine Grube habe ausheben müssen. Seine Hände und Füsse seien durch den Frost verletzt worden.
Er musste auch bei Hitze im Freien acht Stunden am Tag schuften und wegen des verschlechterten Gesundheitszustands zwei Monate im Krankenhaus verbringen. Lim berichtete, in großer Einsamkeit sei es seine größte Angst gewesen, dass er nicht wusste, wann seine Not enden würde.
Lim war im Jahr 2015 in Nordkorea festgenommen und wegen des Vorwurfs des Umsturzversuchs zu lebenslanger Haft in einem Arbeitslager verurteilt worden. Er wurde aus gesundheitlichen Gründen freigelassen und kehrte am 12. August nach Kanada zurück.