Innerkoreanisches
Experte: Nordkoreas Entwicklung von Feststoff-ICBM in nur einem Jahrzehnt unwahrscheinlich
Write: 2017-08-28 13:58:42 / Update: 2017-08-28 14:41:15
Nach Einschätzung eines Expertenberichts für 38 North ist die Entwicklung einer Interkontinentalrakete mit Feststoffantrieb durch Nordkorea in nur einem Jahrzehnt unwahrscheinlich.
Das schrieb der für Fragen der Raketenabwehr zuständige Forscher Michael Elleman vom internationalen Institut für strategische Studien in einem Freitag auf 38 North veröffentlichten Artikel. Das Internetangebot hat sich auf Nachrichten und Analysen zu Nordkorea spezialisiert.
Elleman stützt sich bei seiner Einschätzung auf Fotos, die Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un beim Besuch des Instituts für chemische Materialien der Akademie für Verteidigungswissenschaft zeigen.
Zwei große Poster zeigen Konzeptzeichnungen einer neuen Rakete, der Pukguksong-3 und der Hwasong-13, sowie technische Daten zu den hierfür geplanten Verbundwerkstoffen.
Das von Kim auf dem Foto untersuchte bronzefarbene Gefäß sei eine fortgeschrittene, leichte Verkleidung für ein Festtreibstoff-Raketentriebwerk. Eine Faserwickelmaschine im Hintergrund werde vermutlich für die Herstellung der Motorverkleidung verwendet.
Doch sei unklar, ob die Maschine Verkleidungen für Raketenmotoren mit einem Durchmesser von mehr als 1,5 Meter herstellen könne. Falls nicht, müsse Nordkorea eine größere Maschine beschaffen, um Antriebe für Interkontinentalraketen herstellen zu können.
Nordkoreas größter getesteter Feststoffantrieb sei die erste Antriebsstufe der Pukguksong. Diese wiege sechs bis sieben Tonnen. Die erste Antriebsstufe einer ICBM wiege rund 20 Tonnen.
Für den Schritt von der Herstellung von sechs Tonnen schweren Antrieben hin zu 20 Tonnen schweren Motoren würden sieben bis zehn Jahre benötigt, so der Experte.
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