Innerkoreanisches
Familientreffen zum Erntedankfest schlussendlich nicht zustandegekommen
Write: 2017-10-04 11:20:54 / Update: 2017-10-04 13:40:14
Die Zusammenführungen von in Süd- und Nordkorea getrennten Familien zum Erntedankfest Chuseok sind letztlich nicht zustandegekommen.
Die südkoreanische Regierung hatte im Juli Nordkorea den Vorschlag unterbreitet, anlässlich der Chuseok Feiertage die Familientreffen zu organisieren. Darauf antwortete die Regierung in Pjöngjang jedoch nicht.
Laut des Informationssystems für die getrennten Familien, das das Vereinigungsministerium sowie das Rote Kreuz gemeinsam betreiben, beträgt die Anzahl an Antragstellern für die Familientreffen mit Stand vom 31. August 131,221. Davon sind 54,2 Prozent bereits gestorben, so dass der Anteil der Verstorbenen den der Lebenden bereits überschritten hat. Allein im August sind 61 Antragsteller gestorben.
Forscher für Wiedervereinigungsfragen weisen darauf hin, dass 62,3 Prozent der lebenden Antragsteller über 80 Jahre alt sind. Trotz der Anstrengungen der südkoreanischen Regierung hätten die Familientreffen in den letzten zwei Jahren nicht stattfinden können. Man müsse ebenfalls erwägen, die Frage der Familienzusammenführungen auf internationaler Ebene zu thematisieren, hieß es.
Das letzte innerkoreanische Familientreffen fand im Oktober 2015 am nordkoreanischen Geumgang-Gebirge statt.
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