Ein Beitrag der südkoreanischen Romanschriftstellerin Han Kang für die US-Zeitung „New York Times“ findet in den USA breiten Anklang.
Hans Beitrag „Während die USA von Krieg sprechen, schaudert Südkorea“ wurde am Samstag (Ortszeit) veröffentlicht.
Sie schrieb, die Südkoreaner hätten Angst davor, dass Nordkorea erneut einen Atomtest unternehmen werde und dass dabei möglicherweise radioaktive Flüssigkeiten auslaufen würden. Die Südkoreaner hätten zudem Angst davor, dass sich das allmählich eskalierende Wortgefecht zwischen Donald Trump und Kim Jong-un zu einem realen Krieg entwickeln würde.
Sie stellte in Frage, ob die anscheinende Ruhe der Südkoreaner wirklich zeige, dass sie desinteressiert seien und ob alle wirklich die Kriegspanik überwunden hätten. Sie verneinte dies und betonte, dass die Koreaner wüssten, dass jede Lösung, die keinen Frieden darstelle, bedeutungslos sei, und dass die Rede von Sieg nur ein leerer Slogan und absurd sowie unmöglich sei.
Die „New York Times“ beurteilte am Montag, Han habe davon gesprochen, dass sich die Südkoreaner den Frieden sehnlichst wünschten.
Hans Beitrag zählte zu den Artikeln, die on- und offline am häufigsten gelesen wurden und im Mittelpunkt der Debatten standen. Online wurden viele lange Lesermeinungen gemeldet.