Den Hintergrund für die überraschende Absage des Besuchs einer nordkoreanischen Delegation will die südkoreanische Regierung über den Gesprächskanal zwischen Verbindungsoffizieren beider Koreas am Waffenstillstandsort Panmunjeom ermitteln.
Dies gab ein Beamter des Vereinigungsministeriums in Seoul bekannt.
Für gewöhnlich ist der Kommunikationskanal nur an Werktagen in Betrieb. Beide Koreas haben sich jedoch darauf geeinigt, den Kanal zur Vorbereitung auf den Austausch während der Olympischen Winterspiele in PyeongChang auch an den kommenden Wochenenden in Betrieb zu setzen.
Der Vereinigungsministeriumsbeamte sagte, es habe bis gestern Abend keinerlei Anzeichen für eine Absage gegeben.
Sollte es sich um politische - und nicht technische - Gründe handeln, dann könne Nordkorea dies nicht über den Kommunikationskanal zwischen Verbindungsoffizieren mitteilen, sondern müsste dies in einer formalen Erklärung begründen, meinen Nordkorea-Kenner in Seoul.