Familienangehörige der Opfer des Torpedo-Angriffs auf die Korvette Cheonan im Jahr 2010 haben am Samstag die Regierung aufgefordert, den erwarteten Besuch des Vizevorsitzenden des Zentralkomitees der herrschenden Arbeiterpartei Nordkoreas Kim Yong-chol bei der Schlussfeier der Olympischen Winterspiele in PyeongChang nicht zu erlauben.
Kim wird vorgeworfen, mehrere Anschläge gegen Südkorea, darunter einen Torpedo-Angriff gegen die Korvette Cheonan im Jahr 2010, in die Wege geleitet zu haben. Dabei kamen 46 Matrosen ums Leben. Südkorea und die USA verhängten Finanzsanktionen gegen den Parteikader.
Nordkorea hat am Donnerstag mitgeteilt, am Sonntag eine von Kim angeführte achtköpfige Delegation in den Süden schicken zu wollen.
Auf einer Pressekonferenz in Seoul forderten die Hinterbliebenen für den Fall, dass Kim tatsächlich nach Südkorea kommen sollte, müsse Nordkorea den Torpedo-Angriff gestehen und sich dafür entschuldigen.
Der angekündigte Besuch sorgt im Süden für eine innenpolitische Kontroverse.