Nordkoreas Medien haben jüngste Äußerungen von Südkoreas Präsident Moon Jae-in scharf kritisiert.
Das Organ der Arbeiterpartei „Rodong Sinmun“ schrieb am Freitag, dass wichtige Angelegenheiten zwischen Süd- und Nordkorea auf unbestimmte Zeit in der Schwebe blieben, da der Süden sich nur um die Meinung der USA kümmere. Die Zeitung kritisierte Moons Bemerkungen in einem Vortrag in Singapur am 13. Juli als nutzlose Zurechtweisung.
Moon hatte damals gesagt, dass die Staatschefs Nordkoreas und der USA einem ersthaften Urteil der Weltgemeinschaft unterliegen würden, sollten sie das von ihnen gegebene Versprechen nicht erfüllen.
Die Zeitung drohte zudem, dass Nordkorea über konfrontative Äußerungen und Handlungen von Beamten des südkoreanischen Vereinigungsministeriums nicht hinwegsehe.
Es ist außergewöhnlich, dass Nordkorea die südkoreanische Regierung und Präsident Moon so scharf kritisierte, seitdem beide Teilstaaten wieder Gespräche aufnahmen. „Rodong Sinmun“ nannte jedoch Moon nicht namentlich.
Die nordkoreanische Propaganda-Webseite Uriminzokkiri forderte unterdessen erneut die Rückführung von 2016 nach Südkorea geflüchteten nordkoreanischen Restaurantmitarbeiterinnen. Sollte die Frage nicht möglichst schnell gelöst werden, könnte dies ein Hindernis nicht nur für die geplanten Zusammenführungen getrennter Familien aus Nord- und Südkorea sondern auch für die innerkoreanischen Beziehungen werden, drohte sie.