Die Olympiasiegerin im Shorttrack Shim Suk-hee hat ihren früheren Trainer wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung verklagt.
Die 20-Jährige wirft ihrem ehemaligen Trainer Cho Jae-beom Vergewaltigung in mehreren Fällen seit 2014 vor. Damals war sie noch Oberschülerin und minderjährig. Die Übergriffe hätten bis etwa zwei Monate vor der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang im Februar 2018 stattgefunden.
Shim hatte die Klage am 17. Dezember eingereicht als sie in einem Berufungsverfahren gegen Cho vor dem Bezirksgericht Suwon aussagte.
Der Anwalt des beschuldigten Trainers sagte der Rundfunkanstalt SBS, dass Cho den Vorwurf bestreite.
Wenige Wochen vor Beginn der Olympischen Winterspiele waren Berichte über Gewalt gegen die Schützlinge bekannt geworden. Shim hatte das nationale Trainingszentrum verlassen, offenbar um weiteren Übergriffen zu entgehen.
Cho wurde für schuldig befunden, Shim und drei andere Shorttrackläuferinnen zwischen 2011 und Januar 2018 misshandelt zu haben. Er wurde dafür im vergangenen September zu zehn Monaten Haft verurteilt.
Shim ist zweifache Olympiasiegerin und gewann außerdem eine olympische Silber- und eine Bronzemedaille.