Südkorea hat erstmals seit sieben Jahren wieder ein Defizit in der Leistungsbilanz verbucht.
Laut der Zentralbank wurde im April nach vorläufigen Schätzungen ein Minus von 660 Millionen Dollar errechnet.
Das ist das erste Leistungsbilanzdefizit seit April 2012, als Europa von einer Finanzkrise heimgesucht worden war. Damals schrumpften die Ausfuhren in die Europäische Union, was zu einem Defizit führte.
Größte Ursache für den Fehlbetrag im April ist der drastische Rückgang des Überschusses in der Warenbilanz infolge des gesunkenen Exportvolumens.
Die Ausfuhren sackten um 6,2 Prozent im Vorjahresvergleich auf 48,3 Milliarden Dollar ab. Damit wurde den fünften Monat in Folge ein Exportrückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet. Im Zeitraum von Januar bis April sank das Exportvolumen um 7,8 Prozent im Vorjahresvergleich auf 185,8 Milliarden Dollar.
Die Notenbank führte den fortgesetzten Exportrückgang auf die gesunkenen Halbleiterpreise und den geschrumpften Welthandel zurück.