Innerkoreanisches
Noch keine Lösung für Streit um Olympia-Turner Yang und Hamm
Write: 2004-08-23 00:00:00 / Update: 0000-00-00 00:00:00
Das offensichtliche Fehlurteil gegen den Südkoreaner Yang Tae-young im olympischen Mehrkampffinale der Turner sorgt weiterhin weltweit für Aufsehen.
US-Medien fordern nun, dass der zum Sieger gekürte US-Amerikaner Paul Hamm die Goldmedaille mit Yang teilen solle.
Die „New York Times“ hat zudem den Vorsitzenden des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge, dazu aufgerufen, sich stärker für die Lösung des Streits zu engagieren. Die US-Zeitung verwies auf einen ähnlichen Fall während der Olympischen Winterspiele 2002 in Salt Lake City. Damals habe sich Rogge selbst nach einem Fehlurteil im Eiskunstlaufen dafür eingesetzt, dass zwei Goldmedaillen vergeben werden. Auch die „Washington Post“ führte den Fall als Exempel an.
Unterdessen kündigte Hamm an, dass er die Goldmedaille abgäbe, sollte der Internationale Turnverband den Südkoreaner zum Sieger erklären. Hamm machte gleichzeitig jedoch deutlich, dass er seine Goldmedaille keinesfalls schon vor einer Entscheidung des Turnverbandes freiwillig abgeben wolle.
Der Turnverband hatte offiziell eingestanden, dass drei Kampfrichtern ein Fehlurteil unterlaufen war und dass Yangs Ausgangswert am Barren nicht 9,9 sondern 10,0 Punkte betragen habe. Mit einem Zehntelpunkt mehr hätte Yang vor Hamm Gold gewonnen. Die drei Kampfrichter sind mittlerweile suspendiert worden.
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