Innerkoreanisches
Nordkorea will im Atomstreit erst nach US-Präsidentenwahl wieder verhandeln
Write: 2004-09-15 00:00:00 / Update: 0000-00-00 00:00:00
Nach Angaben eines ranghohen US-Regierungsbeamten will Nordkorea erst nach der US-Präsidentenwahl am 2. November an einer neuen Runde der Sechser-Atomgespräche teilnehmen.
Der Beamte, der anonym bleiben wollte, berichtete, dass Nordkorea bereits China mitgeteilt habe, dass die Fortsetzung der Gespräche zum gegenwärtigen Zeitpunkt sinnlos sei. Die chinesische Regierung sei daraufhin zu dem Schluss gekommen, dass die vierte Runde der Gespräche nicht wie vorgesehen im September stattfinden könne. Auch die US-Regierung gehe mittlerweile davon aus, dass die vierte Runde erst nach der US-Präsidentenwahl stattfinden könne, hieß es.
Auch der britische Vizeaußenminister Bill Rammel hat in einem Bericht über die Ergebnisse seines Pjöngjangbesuchs die selbe Einschätzung vertreten. Auf einer Pressekonferenz in Peking sagte er am Dienstag, dass bei seinen Treffen mit nordkoreanischen Beamten die US-Präsidentenwahl eines der Hauptthemen gewesen sei. Er habe aber den Eindruck gewonnen, dass Nordkorea auf jeden Fall an den Sechser-Gesprächen festhalten wolle. Wann das kommunistische Land an den Verhandlungstisch zurückkommen werde, hinge stark vom Ausgang der Präsidentenwahl in den USA ab, hieß es.
Die japanische Tageszeitung „Asahi“ hat unterdessen am Mittwoch berichtet, dass die Teilnehmerstaaten der Sechser-Gespräche außer Nordkorea danach strebten, die vierte Gesprächsrunde im Oktober zustande zu bringen.
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