Nach den kritischen Aussagen des US-Präsidenten Bush zu Nordkorea haben eine Reihe von hochrangigen Politikern Südkoreas und der USA in Washington Kontakte aufgenommen. Der südkoreanische Außenminister Han Seung-soo und die Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice kamen zu einem Gespräch zusammen und berieten über die Wiederaufnahme des Dialogs mit Nordkorea. Der designierte Chefberater des Präsidenten Südkoreas für Außenpolitik und Sicherheit, Lim Sung-jun, traf mit dem stellvertretenden Staatssekretär des US-Außenministeriums, James Kelly, zusammen. Kelly solle dabei offiziell mitgeteilt haben, dass Bush mit seinen Aussagen keineswegs unmittelbare militärische Einsätze gegen Nordkorea angedeutet habe. Bei den beiden Treffen sollen die USA abermals bekräftigt haben, dass sie unverändert jederzeit zu Gesprächen mit Nordkorea, ohne Vorbedingungen, bereit seien. Die beiden Länder wollen sich daher weiter darum bemühen, Nordkorea an den Verhandlungstisch zurückzuholen. Dies werde beim geplanten morgigen Außenministertreffen das zentrale Thema darstellen.