Die südkoreanische Regierungspartei Uri hat der US-Regierung Besorgnis über den vom Senat angenommenen Gesetzentwurf zur Menschenrechtslage in Nordkorea übermittelt.
Fraktionsleiter Chun Jung-bae ist am Mittwoch in Washington mit US-Vizeaußenminister Richard Armitage und dem Vorsitzenden des Asien-Pazifik-Ausschusses im US-Repräsentantenhaus, Jim Leach, der den Gesetzentwurf erstmals vorgeschlagen hatte, zusammengetroffen.
Chun sagte, über die Menschenrechtsfrage, eine universale Frage, könne es zwischen Südkorea und den USA keine Meinungsunterschiede geben. Südkorea hoffe aber, dass die Annahme des Gesetzes Seouls Bemühungen um eine Annäherung an Nordkorea und die Beilegung des Konflikts um das nordkoreanische Nuklearproblem nicht im Wege stehen werde.
Armitage erwiderte, er verstehe die Besorgnis Südkoreas. Washington wolle bei der Anwendung des Gesetzes die Meinungen der Regierung und Bevölkerung in Südkorea berücksichtigen. Auch der Abgeordnete Jim Leach betonte, dass das Gesetz lediglich auf die Verbesserung der Menschenrechtssituation in Nordkorea abziele. Washington habe keine Absicht, einen Keil zwischen Seoul und Pjöngjang zu schieben.