Wirtschaft
Zehn Jahre nach Inkrafttreten: FHA mit EU verschafft Südkorea Vorteile beim Export
Write: 2021-06-30 13:45:12 / Update: 2021-06-30 14:22:58
Südkorea hat laut einer Studie seit dem Inkrafttreten seines bilateralen Freihandelsabkommens mit der Europäischen Union vor zehn Jahren dank des Paktes am EU-Markt einen größeren Vorreitervorteil als seine Konkurrenten wie Japan genießen können.
Das ging aus einem Bericht des Instituts für Internationalen Handel des Koreanischen Verbandes für Internationalen Handel (KITA) hervor. Das Inkrafttreten des Freihandelspakts zwischen beiden Seiten jährt sich am 1. Juli zum zehnten Mal.
Laut dem Bericht profitierte Südkorea vor allem bei Autos, Batterien und Chemieprodukten von dem Abkommen.
Nachdem die Autozölle der EU mit dem FHA weggefallen waren, konnte Südkorea seine Autoexporte dorthin mehr als verdoppeln. Das Exportvolumen wuchs von 3,3 Milliarden Dollar im Jahr 2010 auf 8,4 Milliarden Dollar im Jahr 2019.
Der Export von Autos mit Verbrennungsmotor sei seit 2017 infolge der Produktionssteigerung in der EU geschrumpft. Der Export von Elektroautos habe dagegen von 200 Millionen Dollar 2017 auf 4,6 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr drastisch zugenommen, hieß es.
Bei Lithium-Ionen-Batterien legten die Ausfuhren dank der Zollabschaffung stetig zu.
Der Export von Chemieprodukten legte im Jahresschnitt um 19,2 Prozent zu und zwar von 1,2 Milliarden Dollar 2010 auf 7,1 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr.
Bei den landwirtschaftlichen Erzeugnissen überwiegen zwar immer noch die Einfuhren aus der Union die Ausfuhren bei weitem. Das Exportvolumen Südkoreas belief sich jedoch letztes Jahr auf 450 Millionen Dollar, was einem Anstieg von 125 Prozent verglichen mit der Zeit vor dem FHA-Inkrafttreten entspricht.
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