Die Abhängigkeit Südkoreas von japanischen Materialien, Teilen und Ausrüstung ist in den letzten zwei Jahren nach der Einführung der Exportrestriktionen Japans gegenüber Südkorea deutlich gesunken.
Zudem hat sich die Zahl der kleinen und mittleren Unternehmen sowie der großen Mittelständler auf diesen Gebieten, deren Marktkapitalisierung eine Billion Won (883 Millionen Dollar) übertrifft, mehr als verdoppelt.
Industrieminister Moon Sung-wook sagte, Bürger, Unternehmen und Regierung seien geschlossen gegen den „ungerechten Wirtschaftsangriff“ Japans auf die Schlüsselindustrien Südkoreas vorgegangen und hätten stabile Versorgungsketten aufgebaut. Dies habe die Gelegenheit eröffnet, dass sich innovative Veränderungen des Ökosystems in der einheimischen Stoff-, Teile- und Ausrüstungsindustrie etablierten und kleine und mittlere Unternehmen sowie große Mittelständler in diesen Branchen ein starkes Wachstum erzielten.
Das Ministerium für Handel, Industrie und Energie veröffentlichte aus dem Anlass, dass sich die Einführung der Exportrestriktionen Japans am Donnerstag zum zweiten Mal jährt, einen Bericht über die Ergebnisse der Bemühungen um die Verstärkung der Konkurrenzfähigkeit des Landes in den letzten zwei Jahren.
Demnach ist die Abhängigkeit von Japan bei den drei von den Beschränkungen betroffenen Halbleiter- und Displaymaterialien mittlerweile stark gesunken.
Südkorea führte dieses Jahr von Januar bis Mai Fluorwasserstoff im Wert von 4,6 Millionen Dollar aus Japan ein. Das Importvolumen schrumpfte um 83,6 Prozent von 28,4 Millionen Dollar im selben Zeitraum 2019.
Bei fluoriertem Polyimid konnte Südkorea durch den Wechsel zur Alternative Ultradünnglas (UTG: Ultra Thin Glass) den Import aus Japan de facto auf null senken.
Bei EUV Resist stiegen die Einfuhren aus Belgien um das 12-Fache. Auf diese Weise konnte sich Südkorea aus der Abhängigkeit von einem bestimmten Land befreien.
Die Abhängigkeit von Japan bei den 100 wichtigsten Produkten bei Materialien, Teilen und Ausrüstung ging in den letzten zwei Jahren von 31,4 Prozent um 6,5 Prozentpunkte auf 24,9 Prozent zurück.