Innerkoreanisches
KEDO-Projekt in Nordkorea wird weiter ausgesetzt
Write: 2004-11-23 21:21:38 / Update: 0000-00-00 00:00:00
Die Ende November ablaufende Frist für den vorübergehenden Stopp der Bauarbeiten an zwei Leichtwasserreaktoren in Nordkorea soll um ein Jahr verlängert werden. Damit konnte ein vollständiger Abbruch des Projekts verhindert werden.
Die Fristverlängerung hätten die Vorstandsmitglieder der Korea-Energie-Entwicklungsorganisation (KEDO) Südkorea, USA, Japan und die Europäische Union (EU) beschlossen, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.
KEDO hole derzeit die offizielle Zustimmung der US-amerikanischen Regierung ein und werde die Fristverlängerung morgen offiziell bekannt geben. Wie es weiter hieß, könne das Projekt im Fristzeitraum jederzeit neu überprüft werden, sollte es Fortschritte im Atomstreit geben.
Die USA haben bisher auf einer vollständigen Beendigung des Projekts beharrt, das im Rahmen des 1994 geschlossenen US-amerikanisch-nordkoreanischen Genfer Rahmenabkommens als Ausgleich für Nordkoreas damaligen Verzicht auf die Nuklearentwicklung angeboten worden war.
Südkorea und Japan hatten sich stets gegen eine Streichung des Projekts ausgesprochen, auch Nordkorea wünscht dessen Fortsetzung.
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