Präsident Roh Moo-hyun hat zu einer strikten Trennung zwischen der nordkoreanischen Nuklearproblematik und dem kommunistischen Staatssystem gemahnt.
Bei einem Treffen mit ethnischen Koreanern in Paris sagte Roh, Nordkorea sei beängstigt, weil die USA und einige westliche Länder der Überzeugung seien, dass das nordkoreanische Staatssystem schließlich zusammenbrechen solle. Solange diese Länder im Zusammenhang mit einer Lösung des Nuklearstreits an einen Zusammenbruch des dortigen Staatssystems dächten, kämen die Bemühungen um eine Streitlösung nicht voran. China und Südkorea wünschten sich keinen Kollaps ihres Nachbarn. Die USA und einige weitere Länder wünschten sich jedoch einen Machtwechsel im Norden. Daher seien Meinungsverschiedenheiten zwischen diesen Ländern die selbstverständliche Folge, sagte Roh.
Diese Meinungsverschiedenheiten abzubauen, sei nun die wichtigste Aufgabe. In diesem Prozess sollte Südkorea das höchste Stimmrecht haben, betonte Roh. Südkorea wolle keine Option akzeptieren, die dem Frieden auf der Halbinsel schade, so der südkoreanische Staatspräsident.