Innerkoreanisches
Nordkorea verschärft Gesetze für innere Sicherheit
Write: 2004-12-08 20:02:47 / Update: 0000-00-00 00:00:00
Nordkorea hat offenbar sein Strafrecht verschärft, um die innere Sicherheit zu festigen.
Nach Angaben des Nationalen Informationsdienstes habe der Norden im vergangenen April zum ersten Mal seit fünf Jahren sein Strafrecht revidiert.
Demzufolge sei das Strafmaß für Verbrechen, mit denen der Umsturz der Nation beabsichtigt wird und die Beteiligung an gewalttätigen Demonstrationen erhöht worden. Wer einen gewaltsamen Aufruhr initiiert, dem drohten nun mindestens eine lebenslange Haftstrafe oder die Todesstrafe. Das Mindeststrafmaß betrug früher zehn Jahre Gefängnis. Auch Flüchtlinge sollen künftig strenger bestraft werden, hieß es.
Das revidierte Strafrecht sieht jedoch einen besseren Schutz von privatem Eigentum vor.
Politische Beobachter in Seoul gehen davon aus, dass Nordkorea mit der Gesetzesverschärfung unerwünschten Strömungen im Zuge der geplanten wirtschaftlichen Öffnung vorbeugen will.
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