Nordkoreanische Überläufer werden mit Beginn des neuen Jahres mit deutlich weniger Einbürgerungshilfe auskommen müssen. Die finanzielle Unterstützung soll auf ein Drittel des gegenwärtigen Betrags gekürzt werden, erklärte Vizevereinigungsminister Lee Bong-jo.
Die eingesparten Gelder würden in die berufliche Aus- und Fortbildung der Überläufer investiert werden. Die Änderung begründete Lee damit, dass berufliche Qualifikation für die Eingliederung in die Gesellschaft wichtiger sei als eine einfache finanzielle Unterstützung.
Im Rahmen der neuen Aufnahmepolitik für nordkoreanische Überläufer werde ein nordkoreanischer Flüchtling mit der Ansiedlung in Südkorea künftig knapp 8.000 Euro erhalten. Zusätzlich würden rund 6.000 Euro Wohngeld gezahlt werden, hieß es.
Das Vereinigungsministerium kündigte zudem an, illegale Tätigkeiten von Schleusern schärfer kontrollieren zu wollen. Nach Ministeriumsangaben sollen etwa 83 Prozent der Nordkoreaner, die sich dieses Jahr nach Südkorea abgesetzt haben, mit Hilfe von Schleusern ins Land gekommen sein. Pro Kopf sollen Sie den Schleusern etwa 3.000 Euro gezahlt haben.
Außerdem sollen Überläufer, die in Nordkorea oder in einem Drittland Verbrechen begangen haben, nach südkoreanischem Gesetz bestraft werden.